Freitag, 23. September 2016

Wenn der Erziehungsstil mit der Lebenswelt der Kinder kollidiert

Passt der eigene Erziehungsstil immer in die Lebenswelt der Kinder?!

Diese Frage, beschäftigt mich schon eine ganz Weile und bei meinen Streifzügen durch die sozialen Netzwerke, kommt sie immer wieder hoch, da mir dort verschiedene Aussagen zu Lebens- und Erziehungsstilen begegnen.

"Wir ernähren uns zuckerfrei", "Wir kaufen nur gebrauchte Kleidung", "Bei uns gibt es keinen Medienkonsum", "Bei uns kommt grundsätzlich nur veganes Essen auf den Tisch". Ich könnte noch viele weitere Dinge aufzählen. Im Grunde sind es sehr löbliche Lebenseinstellungen und ich will jetzt niemanden für seinen Lebens- oder Erziehungsstil kritisieren. Wir sind alle unterschiedliche Menschen, mit unterschiedlichen Ansichten und Lebensgeschichten bzw. Lebensentwürfen und das ist es ja, was unsere Gesellschaft ausmacht.

Aber manchmal frag ich mich, wie viel sind Eltern bereit ihren Erziehungsstil zurück zu stellen, wenn es mit der Lebenswelt der Kinder kollidiert? Wie tolerant sind sie ihren Kindern gegenüber, wenn das Kind Dinge tun möchte oder konsumieren möchte, die mit den elterlichen Einstellungen nicht zusammen passen? Oder wird die eigene Vorstellung von Erziehung ohne Kompromisse durchgezogen, auch wenn damit die Gefahr verbunden ist, dass das Kind als Außenseiter dasteht?

Dadurch, dass ich zwei Kinder mit großem Altersunterschied habe, kommen diese Themen natürlich immer wieder auf den Tisch und ich merke immer wieder, wie ich mir darüber Gedanken machen muss, was ich zulasse, wo ich Kompromisse eingehen kann und welche Grundsätze mir so wichtig sind, dass sie fest stehen und auch nicht diskutierbar sind.

Zum Beispiel zuckerfreie Ernährung. Wenn man mit dem ersten Kind in Elternzeit ist, ist es absolut nicht problematisch. Selbst, wenn man selber Industriezucker konsumiert, kann man den Speiseplan für das Kind gut auf zuckerfrei umstellen, wenn die ganze Familie so lebt, geht es eh... Aber was macht man, wenn das Kind "ins System" muss und man vielleicht keine Möglichkeiten hat, seine Kind in eine zb. zuckerfreie Kita zu geben? Wie geht man damit um, wenn die anderen Kinder das eigene Kind ärgern, weil sie den mitgebrachten zuckerfreien Geburtstagskuchen "scheußlich" fanden ( alles schon vorgekommen)? Wie sehr kommt man dem Kind entgegen, damit es in der Gruppe nicht an den Rand gedrängt wird?
Und dann beim zweiten Kind wird es noch schwerer. Kaum einmal hingesehen, hat das große Geschwisterkind dem Kleinen etwas vom Keks abgegeben.

Hier wurde es so gehandhabt, dass ich versuche den Zucker so lange es geht aus dem Essen rauszuhalten und danach "die Dosis gesteigert wird", klingt gruselig, ich weiss, meint aber...mein fast 12-jähriger Sohn darf ein- zwei Stück Kuchen bei Oma essen, meine Kleine (17 Monate), wenn überhaupt, bekommt ein paar größere Krümel. Zuhause gibt es einen Nachtisch, nach dem Mittagessen bzw. einen Snack am Nachmittag. Der Große darf sich dann eine Süßigkeit nehmen und die Kleine bekommt ein paar Knusperenten bzw. gesunde Snacks. Im ersten Lebensjahr gab es konsequent keinen Zucker. Mittlerweile ist es so, dass mein Sohn seiner Schwester ein mini Stück abgeben darf, wenn sie bettelt, aber es ihr nicht von alleine anbieten soll. Ich versuche ihr halt immer Alternativen zu bieten. Und da geht es jetzt ganz klar um Süßigkeiten etc. Obst und Gemüse kommt als Snack eh auf den Tisch und gibt es vorrangig. Aber ich kann einem 12-jährigen keine Süßigkeiten verbieten, ich kann es aber einschränken, bzw. Kompromisse aushandeln, wie viel es gibt und wann. Am Wochenende darf er, wenn er einen Film schaut, auch eine Schüssel mit Chips o.ä. verdrücken. Oder Cola. Bei jüngeren Kindern absolut tabu... Bei 7. Klässlern völlig normal. Also gibt es bei uns kein Verbot von Cola, auch wenn mir das gar nicht schmeckt, aber eine Maximaldosis für die Woche. Von seinem Geld darf er sich mal eine Flasche kaufen und am Geburtstag, im Urlaub o.ä. gibt es auch mal ein Glas. Damit ist er nicht ausgeschlossen und ich fühl mich ok.
Ich hab auch immer gesagt, dass mir keine Spielzeugwaffen ins Haus kommen, aber dann hatten alle seine Freunde so etwas und schwupps, war bei uns auch so ein Teil eingezogen... Aber er musste es sich von seinem Taschengeld kaufen und es durfte auch nicht das größte Modell sein. Und das wichtigste! Wir haben über den Umgang geredet und Regeln festgelegt,z.B. das das Zielen auf Menschen/ Gesichter tabu ist und das damit nur im Kinderzimmer geschossen wird. Auch haben wir über echte Waffen und deren tödliche Kraft gesprochen, ich hab ihm erklärt, was sie anrichten können und warum ich sie deshalb nicht so toll finde.
 Allerdings gibt es auch Dinge, über die ich nicht diskutiere, wie z.B. Zeiten, wann man zuhause sein soll, ob Hausaufgaben gemacht werden. Oder auch wenn Freunde schon Spiele ab 18 zocken dürfen (was ich persönlich unverantwortlich finde), gibt es das bei uns nicht PUNKT

Genau so wird es wohl mit meiner Tochter später sein. Ich mag absolut kein rosa und finde die Kaufkleidung für Mädchen teils echt grausig. Also, so lange sie sich noch nicht wehren kann und keine Wünsche äußert, bekommt sie keine rosa/glitzer Kleidungsstücke. Aber irgendwann wird der Tag kommen, an dem die beste Freundin etwas rosafarbenes anhat, was man auch unbedingt haben muss. Und dann muss ich als Mama wieder schauen, wo ich einen Kompromiss finden. Auch jetzt schon, muss sie lernen, dass sie noch zu klein für Dinge ist, die ihr Bruder schon darf, auch wenn es hart ist.

Das ist meiner Meinung nach die Kernaussage. Auf was kann ich mich einlassen, wie kann ich gute Kompromisse finden, mit denen mein Kind nicht zurückstecken muss und mit denen auch ich mich gut fühle? Das Strahlen eines Kindes, wenn Mama mal nachgegeben hat ist so Gold wert, dass man bestimmt auch mal einen Schritt neben seine Prinzipien treten kann. Außerdem, kommuniziert mit euren Kindern über Dinge, die euch wichtig sind, Regeln die fest stehen und erklärt ihnen, warum euch das so wichtig ist. Lasst sie Kompromisse mitverhandeln,sprecht über mögliche Alternativen, fragt die Kinder nach Vorschlägen, das macht sie stark!

Donnerstag, 15. September 2016

Produkttester Play Tray

Für den Onlineshop Truls & Trine durfte ich probetesten. Und zwar den Play Tray. Den Play was?!

Den Play Tray. Ein Hochstuhltisch für den Stokke Tripp Trapp, den man aufstecken kann. Genial hilfreiches Teil.


Geeignet ist der Play Tray für Kinder, die selbstständig sitzen können, also eh im Hochstuhl sitzen bis ins Kleinkindalter. Meine Tochter hat den Tisch bekommen, als sie ca. 9 Monate alt war. Ein ideales Alter, wie ich finde. Die Kinder sind nicht mehr so klein, dass man sie ablegen kann und wollen unbedingt gucken, was Mama oder Papa zum Beispiel in der Küche machen. Auf der anderen Seite sind sie noch nicht so groß und mobil, dass sie helfen können, oder auf einem "Hocker" stehen können. Und wo lässt man sie dann meistens? Man setzt sie kurz in den Hochstuhl, damit sie etwas sehen können und sicher sitzen. Oft gibt man den Kindern etwas zum spielen in die Hand, was aber im Sekundentakt runterfliegt...Also Essen kochen oder Sachen aufheben. In dem Alter fangen sie auch an mit Beikost, wollen gerne probieren, das Essen begreifen und sich damit vertraut machen.


Ja, alles schön und gut, aber was hat das mit dem Play Tray zu tun? 
Der Play Tray hilft einfach. 
Es ist ein Tisch, den man einfach auf den Stokke Tripp Trapp aufsteckt. Geht auch, wenn der Beineinsatz und die Rückenlehne noch in Gebrauch sind. Dieser halb-runde Tisch hat einen erhöhten Rand. Somit kann nichts herunterfallen. Kein Spieleug, kein Essen. Ich persönlich fand das äußerst praktisch. Ich hab beim Kochen meine Tochter mit dem Hochstuhl und dem Play Tray in die Küche gesetzt. Sie hat ihren Trinkbecher und Spielzeug bekommen und war versorgt. Sie war bei mir, konnte gucken und spielen. Manchmal hab ich ihr auch Essen zum probieren hingelegt und sie konnte essen oder auch damit spielen.
Ältere Kinder können auch auf dem Play Tray malen oder basteln. Er ist echt fix wieder saubergemacht.


Ihr könnt auf der Seite von Truls & Trine noch mehr Infos zum Play Tray finden. Ich würde ihn empfehlen, da ich die Handhabung gut finde und ihn für echt praktisch halte. Das Kochen war zumindest etwas entspannter. Der Tisch kann auch dranbleiben, wenn die Familie zusammen am Esstisch isst. 


Ach ja, wer einen kleinen Eisenbahnfreund zuhause hat, für den ist dieses Frühstücksset bestimmt etwas. Ich hab es bestellt und verschenkt. Kam sehr gut beim Geburtstagskind an.








Mittwoch, 14. September 2016

Kuschelanzug oder auch der Schweinchenanzug

Meine Tochter trägt ja eigentlich nicht die gängigen Mädchenfarben. Ich mag nicht, was es signalisiert, dieses Glitzerzeug etc. Und meine Kleinen steht es auch echt nicht.
Jetzt hab ich ganz tollen Softshell mit Äpfeln drauf gekauft und wollte ihr daraus einen Kuschelanzug nach Klimperklein nähen. Um es vorher zu testen hab ich den Kuschelanzug mit anderem Stoff genäht, welchen ich mal gewonnen hab. Und der ist schweinchenrosa... Von daher läuft dieser Kuschelanzug bei uns unter "Schweinchenanzug" und darf draussen auch gerne dreckig gemacht werden (wobei bei der Hitze ja sämtliche Kleidung überflüssig ist).






Montag, 12. September 2016

12 von 12 bei Instagram

Hallo,
meine 12 von 12 findet ihr heute bei Instagram. Schaut doch mal vorbei....Redheadandyarn
Wie die Aktion funktioniert sehr ihr hier